"Oh wie schön ist Panama"

 



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Der Letzte .. . . ;D

Hallo, um euch meine Liebsten (haha das steht öffentlich im Internet und jedermann der zufällig hier über meinen Blog stolpert gehört dazu ^^ ) wieder auf den neuesten Stand zu bringen werde ich euch mal wieder hier und jetzt mit vollster Motivation einen Blogeintrag schreiben ;-)


Zwar schon etwas länger her...


Reise nach Kuna Yala


Es wird sie geben die Reise nach San Blas, oder Beziehungsweise ins Autonomiegebiet der Kuna Yala Indianer, das sagt mir meine soeben geöffnete E-mail.

San Blas, immer wieder als ich auf Ex-Austauschschüler traf die ihren Aufenthalt auch in Panama verbracht haben kam die Antwort auf die Frage San Blas wie ist es dort? - Wie im Paradies! Na dann lass uns das doch mal erkunden ;-)



Nach einer viel zu kalten Reise, in einem dieser zweistöckigen Gefrierschränke mit Rädern unten dran (und NEIN die Dinger kann man nicht als Busse bezeichnen!) kamen wir um 6 Uhr morgens in der Hauptstadt Panamas (welche den Namen Panama trägt) an. Den Tag verbrachten wir in verschieden Shoppingzentren bis zum Treffpunkt am Abend (erneut 6 Uhr). Dann ging es ab in ein Hotel in Panama, wo wir die Nacht verbrachten um dann am nächsten Tag, am frühsten Morgen, um 4 Uhr unsere Reise antreten konnten.

Also standen wir um 4 Uhr auf, was gleich Beschwerden unseren Mitreisen mit sich brachte, denn diese saßen alle schon fix und fertig um vier Uhr im Bus. Wie soll man sich da denn auch auskennen (?) normalerweise ist es nämlich immer Panama-Zeit was durch aus auch eine Stunde (es soll auch schon länger vorgekommen sein) zu spät heißen kann und plötzlich verwenden sie „normale“ pünktliche Zeit... .

Der Bus brachte zu einem nahe gelegen Parkplatz wo uns ein Transportservice in stabilen Allroad-Automonster stürzten um uns in die berüchtigte Inselwelt zu bringen. Bei der Inneneinrichtung der Autos wurde sicher nicht gespart und beim Bestell-Auswahlzettel sicherlich die teuerste angekreuzt. Unser indigener (natürlich Kuna) Fahrer hatte zuerst lautstark Jesus-Christ-Superstar (aber nicht das Musical!) Musik laufen aber auf einen Blick hin, welcher in unsere Gesichter gerichtet war wechselte er auf echten panamaischen Reggeton. Auf meine Frage hin ob den Kuna Yala Indianer katholisch sind lächelt er leicht und meinte dass die Leute hier allmöglichen Kirchen angehören, katholisch, evangelisch, Zeugen Jehovas, Adventisten ... völlig egal was, jede Religionsgemeinschaft hat es bis jetzt ins Autonomie geschafft. „Ja aber das war doch nicht immer so?“ Er antwortete mir dass es früher nicht so war, da gab es Holzfiguren die einem auf den Weg zu Gott führten, aber so genau wisse er das auch nicht.. . Denn die Spanier hatten ihnen den christlichen glauben mitgebracht, aber das sei sowieso egal, denn es läuft aufs selbe hinaus es sind nur verschiedene Wege die zu einem Gott führen.

Ina (eine andere Austauschschülerin) löcherte ihn dann noch weiter mit Fragen über ihre Musik: „Was hören Kuna Yala für Musik“ der Fahrer erzählte uns dass ihm persönlich Reggeton und Rock Musik gefalle aber das natürlich von Indianer zu Indianer (wie auch von Mensch zu Mensch) verschieden ist,den nicht nur die Kirchen haben es in ihr Gebiet geschafft sondern auch die Musik. „Aber haben sie nicht eine CD mit Musik aus Kuna Yala?“ Irritiert meint er dass es die doch nicht auf CD gäbe, sie existiert nämlich nur in gesungener Form. „Dann singen Sie, bitte!“ Dass könne er nicht, und außerdem dürfe er es auch nicht denn um das Recht dazu zu haben, müsste man im Kuna Yala Gebiet lange studiert haben.

Da ich vorne am Beifahrersitz saß hatte ich die perfekte Gelegenheit mich mit dem Fahrer zu unterhalten.... Er lernte mir ein paar Wörter seiner Sprache (Gwagwa heiß Papagei ;-) und beantwortete mir fragen. Der Grund, dass auf einer Seite der Straße tiefster Regenwald ist und auf der anderen Seite eher vereinzelt mächtige Bäume und Kühe anzutreffen sind ist einfach, wir befanden uns auf der Grenzstraße der echte Teil mit den Kühen gehörte zu Panama und der tiefe Regenwald zum Kuna Yala Gebiet. Einem nicht Kuna Yala angehörigem sei es verboten Grund im Gebiet zu erwerben. Der kurze Halt war deswegen gut um für die Einreise zu bezahlen (8 US-Dollar oder 8 Balboa wie man's nimmt, unser Fahrer hatte ein Dauerticket). Er selbst wohnt nicht im Autonomiegebiet, sondern in der Hauptstadt und ist glücklich mit einer Panamaerin verheiratet sowie stolzer Vater eines 3-Jährigen Sohn. Die Straße auf der wir uns befanden war nicht immer so schön, sie sei erst vor kurzer Zeit gerichtet worden, denn Früher musste man Teilweise in der Regenzeit mit Raupen auf und ab fahren. 25$ kostet die Reise pro Person. Hier im Regenwald (den mittlerweile hatten wir Panama ja schon verlassen) soll es immer Regnen, aber wir sollen beruhigt sein auf den Inseln sei immer schönes Wetter. Nein es besteht keine Chance das wir aus dem Fenster Tiger sehen können die flüchten nämlich vor Autolärm, aber Affen sieht man hie und da (später sahen wir dann auch Affen).. ….

Unsere Gespräche wurden von einem lautem Schrei unterbrochen, meinerseits. Den vor mir auf der Windschutzscheibe befand sich eine sicher 4cm (oder auch kleinere ;-) große Spinne. Der Fahrer hielt liebenswürdigerweise an und ich sprang aus dem Auto (Dios Mio meine Spinnen Phobie) der Fahrer wollte die Spinne beseitigen aber da befand die sich schon in ihrer Schutzzone, irgendwo in einem Spalt. Gott sei Dank kam sie nicht noch einmal zum Vorschein.

Nach gut 2 Stunden fahrt und einer kurzen Frühstückspause, in einer kleinen von Indianern geführten Gaststätte, allerdings mit panamaischen Spezialitäten kamen wir gegen 8-9 an der Bootsstation an.

Dort verpackten wir unser Zeug in Plastik Säcken den die Fahrt würde nass werden. Unser Motorboot verließ als letztes den Bootsanlegeplatz trotzdem kamen wir als erste und einzige Passagiere trocken auf unserer Insel, nach knappen 45 Minuten Fahrzeit an. Und die Insel war klein, vergleichsweise glaub ich nicht mal so groß wie eine Sporthalle, aber vertraut mir und mit meinem bei weit aus nicht gutem räumlichen Vorstellungsvermögen nicht ganz ;-) (es könnte auch nur ein halber sein, aber sicher kein ganzer! Verdammt!)

Auf ging es zum Zimmerbezug! Die Schlafgelegenheiten befanden sich in Holzhäuschen welche auf Pfosten über dem Meer gebaut wurden so hatte man direkten Blick immer aufs Meer und die wunderschönen Seesterne, Fische, Bierdosen, komische Meerespflanzen & Krebsen die sich darin befanden.

Schwimmen in dem Wasser war allerdings nicht sehr vom Vorteil, da dass Abwassersystem direkt an das Meer gebunden ist, das heißt man kackt ins wunderschöne Meer und wer will schon in Scheiße herum baden ;D

Auch fließendes Wasser gibt es keines zum duschen nimmt man einfach Meerwasser.

Nein Schmäh *gg das Regenwasser wird geschickt in einem Dachrinnensystem abgeleitet (ha woher das Regenwasser, wenn es doch laut aller Panamaer in San Blas nie regnen würde? ) und in Kanister und Container gespeichert, geht es aus (was gleich am ersten Tag der Fall war) muss man sich irgend wo anders Wasser kaufen.

Nach ein bisschen chillen gab es Mittagessen: frittierten Fisch mit Reis, und dann ging es mit den Booten auf, auf eine mehr oder weniger einsame karibische Insel. Auf der Fahrt passierten wir eine nicht schlechte Sammlung von Yachten, von denen auffällig viele eine Deutsche Flagge hatten, auch eine mit Österreichischer Flagge war dabei

Auf der Insel wurden dann zahlreiche Fotos geschossen von denen jedes einzelne wie aus einem Urlaubsprojekt aussieht und möge man der begabteste Fotograf sein den es auf unserem Planeten anzutreffen gibt oder nur ein Laie der einfach kein Gefühl hat fürs Fotografieren, jedes Bild wird einfach Megaschoaf! Ohne Ausnahme.

Herum plantschen im lauwarmen Karibikwasser ist auch was ganz was feines xD

Bald ging es dann wieder auf „unsere“ Insel zurück mit den Booten wo uns als Abendessen ein Hummer erwartete, leider war er ziemlich zäh...

Duschen war dann die Katastrophe... Nicht genügend Wasser, zu viele Leute & kein Licht in den Duschen.... xD

Am nächsten Morgen fuhren wir dann frisch gestärkt durch ein leckeres Frühstück mit den Booten auf eine dieses mal wirkliche einsame Insel. Es wurde wieder fest fotografiert die Ergebnisse blieben jedoch die gleichen wie am Vortag, was uns befürchten lies das uns sicher keiner abnimmt das wir hier waren, sondern es wird eher angenommen werden, dass wir uns eine Ewigkeit mit Photoshop gespielt haben um diesen Effekt zu erreichen. Aber so ist es nicht :p

Wo ist eigentlich Jack Sperrow?

Ein 13-Jähriger Indio Junge welcher auf der Insel, mit seiner richtig großen Familie, in einem richtig kleinen aus Palmen gebauten Haus, lebt erzählte mir eifrig das er jeden Tag zirka eine halbe Stunde mit dem Bus in die Schule fahre, ihm gefalle es hier auf der Insel sehr gut allerdings lebe er und seine Familie erst seit 2 Monaten hier (auf genau der Insel, früher lebten sie auf einer andern). Im Kuna Yala Gebiet ist es nämlich so dass es keinen wirklichen Besitz gibt, findet man als Indianer eine freie Insel darf man da auch sein Haus hinstellen und darauf wohnen. „Häuptlinge“ gibt es drei, sie sagen was Gesetz ist und machen Regeln. Zum Beispiel wenn einer „böse“ war müsse er aufs Festland und bei den Bananenplantagen mithelfen oder im wird irgendein Gift gespritzt was die gleiche Wirkung haben solle wie ein Insektenstich.

Zugmittag fuhren wir dann wieder auf unsere Herbergsinsel zurück und es gab Riesenwasserschnecken zu essen. Das ist das Tier welches in den Riesenmuscheln lebt ;-) geschmeckt hat es wie Meeresfrüchte nur ein bisschen zäh.

Danach erzählte uns eine Indiofrau welche im Hotel mithalf noch ziemlich viel über ihre Kultur: Wenn ein nicht dem Kuna Yala Stamm angehörige sich mit einem Indianer traut und derjenige dann auch noch im Kuna Yala Gebiet leben will müsse er 4.000$ zahlen, und außerdem alle Brauchtümer mitmachen, als Beispiel nannte sie für Frauen einen Hasen schälen (nein Blödsinn das Deutsche Wort weiß ich jetzt nicht ;D aber ihr wisst glaub ich was ich mein... ;-) Sollte die oder derjenige das nicht wollen zahle er einfach einen bestimmten Geldbetrag und alles sei gut. Aber es ist halt nicht einfach, meinte sie. Kinder würden heutzutage schon im jungen alter von 8-12 heiraten, und zwar aus dem Grund da sie Angst hätten dass der oder diejenige dem er oder sie sein Herz schenke, später nicht mehr frei sein sollte. Laut der Indianerin sei diese Angst durchaus berechtigt denn viele würden „auswandern“ nach Panama Stadt. Früher wäre das jedenfalls nicht so gewesen... Viele Indianerfamilien hätten auch Angst dass ihre Kinder in die Stadt (Panama-City) ziehenen würden und dadurch alles an ihrer Kultur verlernen würden. Deshalb solle es laut neuem Kuna-Gesetz ab kommenden Unterrichtsjahr in den Schulen im Autonomiegebiet keinen Spanischunterricht mehr geben. Viele Kinder sieht man nicht in der Kuna Yala Tracht sondern man trifft sie westlich gekleidet an. Sie selbst habe im alter von 21 Jahren damit angefangen sich mit der Tracht zu kleiden, welche (von unten angefangen) aus vielen bunten Fußbändern besteht, einem bunten Rock und einem Hemd welches vorne und hinten mit den weltbekannten Molas geschmückt ist, früher trug man nichts sondern man wurde angemalt., auf Grund von neu vermitteltem Denken wurde das geändert (Fragt mal Google Bilder nach Kuna Yala Indianer das liefert euch dann Tausende Bilder) der Kopf wird dann noch mit einem roten Tuch geschmückt und die Nase mit einem goldenen Ring verziert. Bei der Hochzeit werden einer Kuna Yala Frau feierlich die Haare abgeschnitten. Viel erzählte sie uns wisse sie aber auch nicht mehr von der Kultur, Zeiten ändern sich.

Später fuhren wir mit den Booten gleich auf die Nachbarinsel um uns Indianertänze anzusehen. (wer davon die Videos anschauen möchte spricht mich einfach darauf an sonst liefert google sicherlich wieder genügend Treffer Nach der Vorführung durften wir (Mädels) noch in die Tracht schlüpfen um Fotos zu machen.. . . . xD

Nach ein bisschen herum streunen auf der Insel um Souvenirs zu kaufen ging es wieder zurück zum Abendessen. Es gab wieder Hummer, allerdings dieses mal kein geschnitten und in einer Soße mariniert, schmeckte nicht einmal so schlecht (=

Zum nächsten Morgengrauen mussten wir dann leider schon wieder die Rückreise antreten. Mit den Booten fuhren wir wieder zurück Richtung Festland, wo wir während der Fahrt wunderbar, uns begleitende, Delfine beobachten Konten. Leider Fing es genau in den letzten 2 Minuten, während das Boot gerade beim Anlegen war, fürchterlichst an zu regnen und fast alle wurden bitsche nass.... O

(Gut kann ich weglassen) am Festland angekommen warteten auch schon die Autos auf uns um uns zurück nach Panama-City zu bringen. Eingestiegen und los gings! Neben mir saß dieses mal eine sehr gesprächige Kuna Yala Frau die mir nicht nur ihre vollkommene Lebensgeschichte erzählte sondern auch noch die von etlichen anderen Leuten (die vom Pfarrer im Ort, ihres Sohnes, der hat den Betrogen und und und und...) …..

Steffi neben mir schlief, die Thailänder konnten leider kein Spanisch, und Ina die genauso (mindestens genauso) gesprächsfreudig ist, wie meine liebste Sitznachbarin, ließ vorne sitzend den Fahrer nicht zu Luft kommen.

Aber bald (nach einem kleinem Besuch bei dem Haus des Fahrers, damit er uns seinen Sohn zeigen konnte) kamen wir an und die Reise war leider aus.

Allerdings noch nicht ganz, denn im Kino fanden wir einen passenden Film über die Kuna Yala Indianer „BURWA DII EBO“ (http://www.igaryala.org/) natürlich großteils in ihrer Sprache.


So hoffe euch hat mein Blog gefallen (-;

Zwei spannende Links für Spanischsprechende:

http://www.monografias.com/trabajos11/kunas/kunas.shtml

http://hosted.nativeweb.org/dulenega_old/seminario/seminario.html

Sonst.. . . : Gebt im Internet mal Kuna Yala ein ;D


Tut mir leid dass es so lange gedauert hat... Geschrieben war der Blog eh schnell nur wollte ich ihn mir nie noch einmal durchlesen um die Fehler auszubessern xD Jetzt sollten sie verschwunden sein! Solltet ihr dennoch welche finden, ihr wisst, ihr dürft sie euch behalten :p


PS: Freu mich schon auf euch ;-)


14.6.11 01:22





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