"Oh wie schön ist Panama"

 



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Ein Tag meines Lebens...

Hallo ihr Lieben!!!


Hab gerade beschlossen dass es wieder einmal Zeit ist, dass ihr erfährt wie es mir hier, fast am anderen Ende der Welt, zwischen Nebelwald und Bananenstauden, im schönen Panamá so geht (-;


So damit ihr einmal einen Einblick in mein Leben hier bekommt beschreibe ich euch einfach mal den letzten Freitag:


Zirka um acht Uhr in der Früh krabbelte ich aus meinem Bett – ob mich die schreienden Hähne, die streunend (und vor allem lautstark bellenden) Hunde oder die australischen Wellensitiche, die zwar nicht sprechen aber zwitschern oder einfach nur eine kalte Brise die durch mein Zimmerfenster herein geweht hat, mich aufgeweckt hat weiß ich nicht mehr.


Mein Frühstück an diesem Tag war eine . . . . Banane und zwar eine leckere, grüne Kochbanane - hier eine leckere Zubereitungsmethode sollte irgendjemanden gerade ein fallen, dass er doch selber auch eine grüne Kochbanane bei sich zu Hause liegen hat, die gegessen werden will:

Man schneide die Kochbanane in zirka 3cm große Stücke, und brate sie bei niedriger Flamme 6-7 Minuten in heißem Öl heraus, danach werden die Bananenstücken mit einer Tasse oder einem anderen sich eignenden Utensil zu runden ca. halben Zentimeter dicken Scheiben Zerstampft und erneut in Fett herausgebraten - dieses mal allerdings bei hoher Flamme und nur 3 Minuten – Öl schön abrinnen lassen und fertig sind lecker Patagones, nun kann man einfach Ketchup rauf spritzen oder verwendet die Patagones wie ein Brot und legt Käse (welcher natürlich schmilzt **mhh**) und Schinken drauf.

Wie gesagt, mein Frühstück =)


Dann startete ich, los zu Romero, um mir den Gesundheitswillen wegen, einen schönen grünen Apfel als Schuljause zu kaufen^^


Daheim angekommen wartet auch schon mein Mittagessen auf mich – Spaghetti mit Tomatensoße und Thunfisch dazu Salat – der alltägliche Reis war leider noch nicht fertig. Gegen 11:45 holte mich mein kleiner, alter, gelber Schulbus ab, in dem sich heute zum Glück keine schreienden, kleinen Kinder(Monster?) befanden die im Bus lieben gerne Spiele spielen wie „Wer kann länger im Bus stehen“ Wer streckt seinen Kopf weiter beim Fenster raus“ oder einfach wer schreit am lautesten spielen. Die Klein-Kinder-Schule hatte nämlich an diesem Tag geschlossen.


Beim Schuleingang wurden wir dann von einer „Revision“ überrascht. Das heißt die Schulaufseher tasten dich ab und schauen deine Schultasche durch ob du eh nichts verbotenes in die Schule mitführst. Die Liste von verbotenen Sachen ist schier unendlich: logisch erscheinend: Pistolen, Messer andere Sachen um seinen Mitmenschen schaden zu zu führen... und der viel längere unlogisch erscheinende Teil: Handys, Kameras, andere elektronische Geräte, Schmuck (Armbänder, Haarspangen, Uhren die nicht blau, weiß oder schwarz sind, Haarreifen, Ringe...) Schminksachen, Spiegeln, Cremes, Parfums, Schale....

Mir haben sie nichts abgenommen :-p (allerdings der anderen Austauschschülerin Roslyn gleich ihr Handy als sie dabei war sich es in den BH zu stecken, und dann später ihren Haarreifen.

Sachen mit Wert (das heißt Blackberrys und Schmuck aus Gold oder Silber) kann man sich am Ende des Schuljahres wieder im Tausch gegen 5$ zurückholen, andere „wertlose“ Sachen werden vernichtet. Wobei natürlich ohne Zweifel, von allen Seiten, nicht zur Debatte steht das einige Sachen in die eigenen Taschen bestimmter Schulaufseher und Lehrer wandern.

Bei diesem Punkt angekommen möchtet ich gleich mal das Aussehen von einer der drei Schulinspektoren beschreiben:

Eine sicherlich hart, in zirka 40 Jahren erkämpfte Körpermasse, die man in der Größenordnung von 150kg einordnen kann. Dazu eine wunderschöne enge, haut-anliegende Leggins, ein knallgelbes, selbst für Teenager hässliches Baumwollshirt – selbstverständlich auch Figur betont. Einen Kilo mehr oder weniger an verschiedenen Körperteilen verteilter bunter Jahrmarktssschmuck, aufgeklebte und natürlich zum Top in Farbe und Geschmack passende Fingernägel, tonnenweiße Gesichtsrenovierung und ich übertreibe nicht wenn ich sag gelb angemalt bis zu den Augenbrauen(!) und dann oben noch zur Krönung rötlich gefärbte Haare.

Ich beneide noch immer alle meine Schulkollegen die es schaffen diese Frau einfach nicht auszulachen, wenn sie aufgefordert werden irgendwas zu ändern/herzugeben was ihr nicht passt.


In der Schule lauf ich dann in unsere AFS-Schulfrau (AFS ist meine Austauschorganisation) die gerade wieder dabei ist mit ihrem Blackberry ein (eins von schon Milliarden geschossenen) Foto für Facebook zu schießen.

„Eva, Eva komm her! Kannst du ein Foto von Bocas suchen und auf meine Pinnwand stellen und dazuschreiben das ihr mit mir dort hinfährt!“

Kann ich, hab ich aber nicht gemacht, sie war schneller.


Angekommen in Klassenzimmer hüpft gerade eine Schulkollegin böse herum, weil sie ihr beim Eingang alles abgenommen haben (Kamera, Schminkzeug, Parfum, Handy Cremen...)

Los ging es dann der Unterricht mit Englisch – einem Test. Der erste Teil war ziemlich einfach, Fragen zu einem Text beantworten, der zweite Teil hingegen unmöglich: Politikvokabeln richtig notieren, diktiert von der Englischlehrerinpraktikantin....

Nächstes Fach war dann Mathematik, einen Test geschrieben und wir durften gehen... Also begaben wir uns in die Schulbibliothek. Dort gab mir die komische Frau, die eigentlich immer nur in der Bibliothek sitzt, wieder einen Zettel mit einem Zitat von der Bibel und ihrem Namen drauf (Ruby) und starrte mich die ganze letzte Zeit an. Zur Pause kaufte ich einer anderen in der Bibliothek sitzenden Frau einen Sack Ananas ab, den ich allerdings draußen essen musste weil es die Professorin die für die Bibliothek verantwortlich ist (Diese Professorin unterrichtet nicht und sitzt den ganzen Tag strickend in der Bibliothek – Das ist ihr Job – nicht schön?) nicht gerne sieht wenn man drinnen isst.


Dann ging es auf in die 10 Minütige, einzige Pause, in der ich meiner Freundin dabei half mitgebrachtes Essen an den Mann zu bringen.


Dann hatten wir noch eine Stunde „Büro Praktik“ wo wir Werte wie Vertrauen, Pünktlichkeit & Respekt aufgeschrieben haben und ein Stunde „Französisch“ wo wir (ausgenommen über die Hose von der Professorin geredet haben) nichts gemacht haben. (eigentlich wären es ja auch jeweils 2 Stunden „Französisch“ und „Büro Praktik“ gewesen aber naja Panama – Schule aus :p)


Der Himmel war grau in grau, der Regen konnte sich nicht entscheiden ob er regnen sollte oder nicht, also wechselte es von der einen auf die andere Sekunde, zwischen nieseln und starken, kalten Brisen oder Beidem, ab.

Unter einem kleinen Schirm gepfercht begab ich mich mit Johanna auf zu ihrem Haus, wir waren mit einem Gespräch über dass es doch irrsinnig ist, dass die Schule überall Kameras installiert hat um zu sehen das eh keiner sein Handy mit sich führt, statt das Geld doch sinnvoller zu nützen (z.b. ein Schloss in die Toiletten einzubauen^^)

Also wir uns dem Haus von Johanna näherten saß ihre Schwester im Dreck spielend am Boden. „Sie soll nicht im Dreck spielen“ äußerte sich Johanna - „Warum?“ - „Sie hat Allergie gegen Dreck“ - „Also ich finde das Bild kleines Kind auf der Straße im Dreck spielend und als Hintergrund noch dazu eine Hütte mit Blechdach schlimmer.“


Zu Hause angekommen gab es dann zum Abendessen Reis mit Fleisch und Salat.

Später verbrachte ich den Abend mit meiner Schwester die mir haufenweise Fotos zeigte. Und zwar von der letzten Aufzeichnung, von der Fernsehshow, bei welcher sie mitmacht.


So das war ein Tag meines Lebens hier in Panama, ein Tag aus meinem Alttag, natürlich sind nicht alle Tage gleich



DANKE fürs lesen meines Blogs – hoffe er hat euch gefallen ;-)

Ganz Liebe Grüße von hier!


PS: Ja mir geht es noch gut ;-)

5.4.11 03:09
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(5.4.11 19:02)
wow - danke für den einblick - so umfangreich hab ich von dir schon lange nicht gelesen

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